Chatz-Chatz

Die Maske

Das Stiegele in Ühlingen ist ein Treppchen auf einem Weg zwischen zwei Dorfteilen. Wenn ein geplagter Spätheimkehrer von der Wirtschaft heimtorkelte, passierte er gelegentlich diese Treppe. Es war sicher nicht einfach, beim Besteigen der Stiegle die Balance zu halten. Der höchste Grad der Schwierigkeit war wohl (so die Legende) eine überlebensgroße Chatz (Katze), die sich dem armen Spätheimkehrer in den Weg stellte. Nur mit viel Mühe und im Schweiß gebadet, konnte das Reich des Tieres passiert werden.

 

Entwurf nach Erich Rastätter der die ersten Masken noch selbst schnitzte. Heutzutage Fertigung durch Firma Stiegler in Grafenhausen.

 

Der Narrenbrunnen

Museum/Narrenhüsle

Chronik

1952

Folgende Personen retteten den Fasnet-Brauchtum und waren seither als die "Vier Karierten" bekannt: Josef Buchmüller, Otto Buchmüller, Otto Müller und Ludwig Blatter.
Ihren Namen gab Ihnen Ihre Kleidung: ein kariertes Hemd und ein Strohhut. Sie fingen damit an, zur Fasnet eine Zeitung herauszubringen und organisierten am Fasnet-Mändig einen Bunten Abend.

1970

Um der Fasnet in Ühlingen neue Impulse zu geben, unternahmen die "Vier Karierten" einen letzten Anlauf. Sie riefen eine Versammlung zusammen, zu der sich alle Fasnet-Interessenten trafen. Hintergedanke war, einen Narrenverein auf die Beine zu stellen.
Da einige Anwesenden nicht abgeneigt waren, wurde vorgeschlagen, einen Narrenrat zu gründen, der dann aus den folgenden Personen bestand:
 

Rolf Langenbacher Präsident
Gerhard Lederer Säckelmeister
Werner Kraus Schriftführer
Walter Vogt Protokoll
Walter Rüde 1. Gücksler
Erich Gutknecht 2. Gücksler
Franz Frech Narrenvater
Hermann Frech Narrenmutter
Georg Kessler Polizist
Hans Gänswein Schreiber
Heinz Baschnagel Schreiber


Jetzt galt es, für das Grenium einen geeigneten Namen zu finden. Bei einer Sitzung fiel von Otto Buchmüller das Stichwort "Stiegele Chatz", was den zündenden Funken gab. So war dann ganz unkompliziert der Narrenverein "Stiegele-Chatz" geboren.

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